Zwangsräumungsprofiteure aus der Deckung holen! – Kundgebung Montag 21. Juli: 17 Uhr, Silberbachstraße 19

zwr-freiburg-plakat-04_largeAm Montag den 21. Juli muss eine 6-köpfige Familie aus dem Stühlinger nach 16 Jahren ihre Wohnung verlassen. Im Falle des Weiterverbleibs hätte die Zwangsräumung gedroht. Der Vermieter, die Südwestdeutsche Bauunion, hatte die von Sauer verwaltete Wohnung gekündigt. Die Miete war direkt vom Jobcenter überwiesen worden – aufgrund verschiedener bürokratischer Hürden mehrfach jedoch mit Verspätung.

Die Südwestdeutsche Bauunion hat mittlerweile die fällige Miete komplett erhalten. Es gab keinen Grund dafür, dass der Mietvertrag nicht wieder in Kraft gesetzt wurde und die Familie in ihrer gewohnten Umgebung hätte bleiben können.

Auch aufgrund öffentlichem Druck wurde nun, trotz überfüllter Notfallkartei, vom Amt für Wohnraumversorgung eine Stadtbauwohnung in Zähringen für die Familie gefunden.

Uns ist aber nicht danach den Vermieter aus der Verantwortung zu entlassen, auch weil die Familie kein Einzelfall ist, Berichten zufolge soll noch eine weitere Familie mit mehreren Kindern und dem Vermieter Südwestdeutsche-Bauunion akut von Zwangsräumung bedroht sein.

Deshalb rufen wir am Tag des Umzugs der Familie zur Kundgebung auf. Damit es die Verursacher des Zwangsumzugs auch mitbekommen wird die Kundgebung in der Wiehre und zwar vor der Silberbachstraße 19, dem Sitz von Südwestdeutsche-Bauunion und Sauer stattfinden.

Wichtig ist es klar zustellen, dass die Verantwortung nicht alleine bei der Südwestdeutschen-Bauunion liegt. Die Wohnung aus der die Familie nun nach 16 Jahren ausziehen muss, gehörte mal der Stadtbau. Letztlich ist es also auch die Stadt Freiburg, die mit ihrer verfehlten Wohnungspolitik die Verantwortung für den Fall trägt. Bei durchschnittlich 130 angesetzten Zwangsräumungen im Jahr in Freiburg, ist jedoch die Stadtbau mit ca. 19% (25 Fälle) wohl größter „Entmieter“ mittels Zwangsräumung.

Es sind die Marktgesetze, die dafür sorgen, dass bei jedem Eigentümerwechsel, bei jeder Neuvermietung, die im vorliegenden Fall nun folgen wird, die Miete weiter steigt.

Der Markt bringt solche Widerlichkeiten, wie die Zwangsräumung einer Wohnung in der von Vermieterseite seit 16 Jahren keine vernünftige Renovierung vorgenommen wurde, mit sich. Deshalb müssen wir uns gemeinsam für eine Alternative zum Markt einsetzen.

Zwangsräumungen verhindern. Kollektive Lösungen für ein solidarisches Miteinander schaffen. Profiteure von krisenhaften Lebensbedingungen aus der Deckung holen!

Kundgebung Montag 21. Juli: 17 Uhr, Silberbachstraße 19 (Wiehre)

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